Im Dialog mit Flüchtlingen

Veröffentlicht am 15.08.2013 in Ankündigungen

Die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney besuchte das Flüchtlingsheim in Stockach.

Das Asylbewerberheim in Stockach zeigt sich als vorbildlich. Die Rückmeldung der Flüchtlinge war erfreulich für die Integrationsministerin. Zufriedene Gesichter und Lob für die Heimleitung bekommt man in Unterkünften für Asylbewerber nicht oft zu hören sagt sie.
Auf Einladung des SPD Bundestagskandidaten Tobias Volz besuchte sie das ehemaligen Hotel Linde in Stockach, in dem momentan 64 Asylbewerber wohnen. Gemeinsam mit Volz (SPD) und Harald Nops, Verwaltungsdezernent im Landratsamt Konstanz, sprach Öney über die Sorgen und Nöte der Bewohner.



Große Kritik von den Bewohnern bekam vor allem das Gutscheinsystem.
(Asylbewerber erhalten für Lebensmittel Gutscheine, die sie in den Supermärkten einlösen können. Zusätzlich bekommen sie ein Taschengeld bar ausgezahlt.)
Das Problem mit dem Gutscheinsystem erklären der Ministerin die beiden Flüchtlinge Talwinder und Gurnam Singh aus Indien:
„Ich möchte andere Sachen kochen, als es hier in Deutschland üblich ist, dafür brauche ich andere Zutaten. Die bekomme ich aber nicht in diesen Supermärkten“, sagte Gurnam. Auch könne man von den Gutscheinen ausschließlich Nahrungsmittel kaufen, aber nichts, um diese auch zubereiten zu können – diverse Kochutensilien können nur mit Geld erworben werden.

Harald Nops vom Landratsamt hält am Gutscheinsystem fest. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte er. So könne er sicher gehen, dass das Geld nicht für andere Zwecke missbraucht werde.

Doch viele Flüchtlinge und Flüchtlingsorganisationen sind mit dem System unzufrieden und demonstrieren dagegen.  Und die Flüchtlingssituation wird sich auch in Zukunft kaum entspannen. Jeden Monat erreichen im Schnitt etwa 1000 neue Asylbewerber Karlsruhe, sagt die Integrationsministerin. Die angespannte Situation in Syrien wird zu weiteren Flüchtlingsströmen führen. Es muss also dringend eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, bevor die Situation aus dem Ruder läuft.

Bilkay Öney, 43, (SPD) ist seit Mai 2011 Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg. Ihre politische Karriere begann die in der Türkei geborene und in Berlin aufgewachsene Öney bei den Grünen. Erst 2009 wechselte sie zur SPD. Bilkay Öney studierte Betriebswirtschaftslehre und Medienberatung in Berlin. Bevor sie 2006 ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde, arbeitete sie als Bankangestellte, später als Redakteurin und Moderatorin beim türkischen Fernsehsender TRT. Bis 2011 war sie Abgeordnete im Abgeordnetenhaus von Berlin.

 
 

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